Montag, 14. Dezember 2009

I love you Dominica!


Jetzt hab ich tatsächlich schon so lange nichts mehr geschrieben! Es ist zwar schon wieder einige Tage her aber auch der zweite Aufenthalt auf Dominica hat meinen Eindruck von der Insel bestätigt. Nirgends auf der Reise fühle ihc mich annährend so wohl wie dort. Zwar sind alle Inseln, alle Bewohner, Hafen Städte, Strände wirklich erlebenswert aber Dominica mit seiner Ursprünglichkeit, der wilden Natur, tropischen Regenwäldern, schwarzen Stränden, Palmenhainen und immerhin 365 Flüssen (sagt man) ist ein Erlebnis. Die Menschen dort sind auch ganz anders als auf andern Inseln. Während man in der Dominikanischen Republik ständig aufpassen muss das man nicht verarscht oder zumindest ewig vollgequatscht wird ist Dominica von Massentourismus und seinen Begleiterscheinungen bislang verschont geblieben. Diesmal haben wir uns entschieden ein Taxi zum Strand zu nehmen und haben uns herrlich mit dem Fahrer unterhalten der uns in 20 Minuten einen kurzen Abriss über die Geschichte der Insel und die Eigenheiten der Bewohner vermittelt hat. Der Strand war dann auch wirklich wunderbar. Absolut natürlich, mit lauter lustigen Krabben die sich Löcher in den Sand graben und Palmen (überall immer Palmen), schwarzem Sand und vor allem Fischerbooten die gerade von Ihren Fanggebieten zurückkommen und Ihre Ware direkt am Strand an den Mann bringen. Lustigerweise ist auch das Wetter auf Dominica gänzlich anders. Auf Martinique zum Beispiel regnet es bestenfalls einmal die Woche, auf Dominica 2-3 Mal am Tag richtig und immer wieder kurz leicht. Während Regen in Deutschland wirklich nichts als lästig ist empfinde ich ihn hier in der Karibik (oder wie unser guter Kapitän zu sagen pflegt Karibien) als sehr angenehme Abwechslung. Danach ist die Luft für ne halbe Stunde abgekühlt, aus den Wäldern steigen Wolken auf um am nächsten Berg wieder als Regen zu enden, zuletzt hat man hier eigentlich stündlich große Lust zu duschen und karibischer Regen fühlt sich was Menge und Temparatur angeht nicht groß anders an. 15 Minuten später ist man wieder weitestgehend trocken. Übrigens scheint das nicht nur das Empfinden eines mehr oder weniger Touristen zu sein. Jedenfalls laufen die Einheimischen wenn es anfängt auch einfach weiter anstelle sich unterzustellen oder was man sonst so macht wenn es regnet.
Am Strand haben wir ein altes Hotel gefunden das wohl in den 60ern dort gebaut wurde seit gut 10 Jahren aber leer steht und entsprechend runtergekommen ist. Wir sind jetzt jedenfalls alle Feuer und Flamme diese runtergekommen Bungalows zu kaufen und das Hotel wieder aufzumachen. Ansich ist das wirklich traumhaft, direkt am Strand gelegen mit einer leicht erhöhten Plattform für die Strandbar. Dahinter verteilen sich dann das Haupthaus und einige Gästehäuser am Hang inmitten eines künstlich angelegten total verwilderten Regenwaldes. Von der Straße aus sieht man von dem Hotel gar nichts außer einem Las Vegas Style Betonschildes mit dem Namen "Castaway Hotel" und das ehemalige Tor. Wenn wir das nächste Mal auf die Insel kommen versuchen wir das Gelände nochmal zu erkunden und ein paar Bilder zu machen. Außerdem haben wir unserem Taxifahren versprochen uns von Ihm den Regenwald und die Wasserfälle zeigen zu lassen. Zu einem erloschenen Vulkan wollte er uns auch noch fahren. Roseau, die Hauptstadt von Dominica ist auch eine großartige Stadt. Was meinen Ladys auf dem Schiff zu dreckig ist empfinde ich als authentisch. Während St. Maarten und Co. aussehen wie eine Filmkulisse die man morgens für die Touris aufstellt und nach auslaufen der Schiffe wieder einklappt ist Roseau eine Stadt in der gelebt, gefeiert und gearbeitet wird. Alle Straßen sind überfüllt mit Menschen und Geschäftigem Treiben. Der Metzger arbeitet auf dem Bürgersteig (so es einen gibt) oder präsentiert dort die Köpfe seiner Opfer. Alte Frauen sitzen vor Ihren Geschäften und rauchen riesige Zigarren, Taxis hupen an jeder Ecke um nicht ausversehen irgendjemanden zu überfahren. Als besonderes Highlight ist auf der Insel kommende Woche Wahl und anders als bei uns ist Politik dort das Thema. Unser Fahrer hat sich sogar beschwert das der Premierminister die Wahl vor Weihnachten gelegt habe und das dies ein Novum sei und nun jeder Weihnachten vergesse und nach der Wahl total gestresst sei weil er ja dann noch Geschenke etc kaufen muss. Außerdem zeigt hier jeder seine politische Ausrichtung. Entweder, im angenehmen Fall, indem er sein Haus mindestens mit hunderten Wimpeln in der entsprechenden Farbe dekoriert oder einfach direkt anstreicht, oder, wenn man sozusagen Fundamentalist ist opfert man seinen Urlaub, mietet einen Transporter und ein Megafon und tut seine Meinung auf er ganzen Insel kund. Die wichtigsten Unterschiedungsmerkmale der Parteien sind übrigens ob sie für oder gegen einen internationalen Flughafen sind und ob Zuckerrohr weiter subventioniert wird oder nicht.

1 Kommentar:

  1. jetzt habe ich meinen kommentar an dich ausversehen unter den letzten bericht gesetzt. musst du nochmal runterscrolen.

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